Rezensionen zu Als sei alles leicht

Die interessantesten der Rezensionen können unter dem Namen der Rezensent*innen durch Klicken aufgeschlagen werden.

20 Jahre Druckfrisch

Denis Scheck empfiehlt den Roman in druckfrisch und weist auch noch einmal auf Schneeflocken wie Feuer hin.
„Conrad erzählt vom Moment, wo der dünne Firnis der Zivilisation aufplatzt. … Ihr blutjunger und sehr zeitgemäßer Roman Als sei alles leicht erinnert daran, dass rape culture in Deutschland schon fest verankert war, als es noch kein Wort dafür gab.

„Ein gegenwärtiges Buch, dicht und meisterhaft erzählt.“
Denis Scheck, WDR 3 Mosaik

Die sprachliche Eleganz, mit der Conrad die emotionalen Höhen und Tiefen ihrer Figuren einfängt, macht den Roman zu einem literarischen Erlebnis.“
Sibylle Kranich, Badische Neueste Nachrichten

„Der Roman beschreibt die Erfolgsstrategien von Propaganda, die Loslösung von ihr und die Möglichkeit, die Realität anzuerkennen. Vor dem Hintergrund des weltweit erstarkenden Nationalismus kommt er genau zur richtigen Zeit.“
Lucy Müller-Heuser, Berliner Morgenpost

Als sei alles leicht ist ein kurzer Roman wie eine Skizze, mit wenigen Strichen entstehen auf wenigen Seiten ganze Nachkriegsschicksale vor dem Lesenden, die für das Leben vieler Frauen in dieser Zeit stehen dürften.“
Katharina Herrmann, Kulturgeschwätz

„Eine vielschichtige Erzählung aus den Perspektiven der Frauen, die einen nicht kalt lässt. Dabei wird die Schuldfrage sensibel thematisiert, ohne das Mitgefühl für die Protagonistinnen zu verlieren.“
Henrike Lehmann, ekz Bibliotheksservice

„Ich bin völlig überwältigt… dieses Buch ist einfach unglaublich poetisch, tiefgehend, hart und einfühlsam geschrieben. Puh. Ich habe es in einem Rutsch verschlungen. (…) Es ist eine Geschichte von Überleben, von mutigem Durchhalten und dem Überwinden von inneren und äußeren Dämonen. Trotz all der Dunkelheit bleibt das Buch auch eine Geschichte der Hoffnung, der Selbstbefreiung und Stärke.“
Antonia von Wissel, Lesefin

„Das Herausragende an Elfi Conrads Roman ist ihre Art des Erzählens. Jede der Frauen hat ihre eigene Perspektive auf das Geschehen und für jede hat sie einen eigenen Ton gefunden.
Ich bin von diesem Roman extrem begeistert.“
Stephanie von Oppen, Lesart / Deutschlandfunk Kultur

„Elfi Conrads klare, schlichte Sätze treffen den Ton der Erfahrungsberichte Überlebender, leise, aber voller Kraft, und berühren tief. Die Perspektive verschiebt sich, kommt den Figuren ganz nah und greift dann wieder vor, erinnert uns daran, dass wir Beobachtende aus der Zukunft sind. Es ist wichtiger denn je, dass wir uns vergegenwärtigen, wie einfach Nationen in den Faschismus abrutschen. Aber auch, dass er überwunden werden kann.“
Elisabeth Dietz, Bücher-Magazin

„Elfi Conrads Roman kommt gerade richtig in einer Zeit, in der viele von uns vergessen zu haben scheinen, wie viele unserer Eltern und Großeltern Flüchtlinge waren. … Auch wenn wir nun von ,Geflüchteten‘ statt von ,Flüchtlingen‘ sprechen, sind in unseren Köpfen die alten Vorbehalte immer noch existent. Leider leisten die entsetzlichen Taten Einzelner diesen alten Denkmustern Vorschub. Dagegen steht das Buch von Elfi Conrad. Schon deshalb ist ihr Roman unbedingt empfehlenswert.“
Elke Trost, Egotrip

„Elfi Conrads Als sei alles leicht ist ein nachhaltig bewegender Roman über Flucht, Schuld, Verstrickung und sexualisierte Gewalt. Ein beklemmendes Zeitzeugnis, gerade heute von großer Aktualität.
Und wieder einmal ist es die einzigartige Stimme der Autorin, die besonders beeindruckt. Diese unaufgeregte, klare, ja analytische Sprache, die dem relevanten Text auch eine poetische Nuance hinzufügt und zu einem literarischen Erlebnis macht.“
Horatio-Bücher

Schneeflocken wie Feuer: Das war ein absoluter Überraschungserfolg vor zwei Jahren, scheinbar aus dem Nichts kam diese Autorin Elfi Conrad, dieser Roman über das Aufwachsen einer jungen Frau in den prüden 1960er-Jahren der BRD, Dora heißt die Frau, um die es geht. Und Elfi Conrad war damit in Talk-Sendungen zu Gast, das Buch stand unter anderem auf der SWR-Bestenliste, und das mit Ende siebzig. … Jetzt erzählt sie sehr eindrücklich von der Flucht von vier schlesischen Frauen in den letzten Monaten des Krieges 1945. (…) Ein Buch, das auch ein Denkmal ist für die eigene Mutter, in dem Erfundenes mit wahrer Familiengeschichte vermischt wird: Als sei alles leicht.“
Anne-Dore Krohn, radio eins / Die Literaturagenten

„Elfi Conrad braucht nur wenige, kurze Sätze, um eine vergessen
geglaubte Welt zurück in die Gegenwart zu holen. Sehr empfehlenswert!“

Knodts Beste Bücher, Juli 2025 (Zitat von Anne Rabe, s.u.)

„Auf nur 120 Seiten, in wechselnden Perspektiven, sprachlich reduziert, oft gerade zu schmerzhaft karg, lakonisch, mit bevorzugt elliptischem Satzbau, unterbrochen nur von einzelnen, ausführlicher erzählten Passagen der Reflexion, breitet Elfi Conrad die Lebenswelt der Zwischenstation Lager aus, die Sorgen und Gedanken der Frauen aus drei Generationen, immer bedroht durch Männer und durch Entscheidungen, die von Männern getroffen werden. Die Kargheit der Sprache illustriert wirkungsvoll die Stärke der Frauen, die auf der Flucht um Leben und Überleben kämpfen …“
Annegret Schröder, Westpreußen-Magazin

“ … ist ihre Sprache eine durchaus eindrückliche: kurze, einfache Sätze, die Kraft entwickeln (…) und die Zeit von Flucht und Vertreibung insbesondere aus weiblicher Sicht plastisch heraufzubeschwören vermögen.“
Gerrit Bartels, Tagesspiegel

„Zwar ist Als sei alles leicht deutlich dünner, entwickelt dafür aber sprachlich noch einmal deutlichere Wucht, ist fragmentierter, poetischer und lässt Sätze lange nachhallen.“
Aline, Blog aufgeblättert

„Dora, das Kind, dem der letzte Satz im Buch gilt, wird auf der Seite der Welt aufwachsen, die als die freie galt. Als eine mögliche Lebenssumme dieser Freiheit dürfen wir die konzentrierte Prosa dieses Buchs nehmen.“
Bert Rebhandl, Blog

„Elfi Conrad wählt für ihren Roman „Als sei alles leicht“ eine ganz leichte, zarte und sublime Sprache, sodass der Text trotz aller Härte leicht zugänglich ist.“
Denis Scheck, WDR 2

„Elfi Conrad braucht nur wenige, kurze Sätze, um eine vergessen geglaubte Welt zurück in die Gegenwart zu holen.“
Anne Rabe

„Elfi Conrad zeigt uns auch in ihrem zweiten Roman wieder komplexe Frauenfiguren in all ihren unterschiedlichen Facetten und lotet dabei ganz unerschrocken die Grenzen zwischen Schuld und Schwäche, Hilflosigkeit und Selbstermächtigung aus. Was für ein Gewinn für die deutschsprachige Literaturlandschaft!“
Magda Birkmann

„Wie durch ein Fernglas blickt Elfi Conrad auf die Vergangenheit und zeigt uns die Kerben und das vernarbte Gewebe dessen, was wir unsere Geschichte nennen.“

Renatus Deckert

„Sie hat es also schon wieder getan, der Geschichte die Haut vom Leib gezogen. Elfi Conrad zeigt uns, was wir verschweigen, wenn wir Zahlen nennen und Fakten. Zeigt uns, wie all das Gestern in uns noch immer zuckt und lebt und mit uns ringt.“
Sarah Raich